in situ

2000 - 2015 | GUNDELDINGER FELD _ ehemals Maschinenfabrik Sulzer Burckhardt

1999 beschloss die Maschinenfabrik Sulzer Burckhardt AG von Basel nach Oberwinterthur zu zügeln und das Fabrikareal im Gundeldinger Quartier zu verkaufen. Die eigens dafür gegründete Gundeldinger Feld Immobilien AG kaufte das Grundstück im Jahr 2000 und übergab die Verantwortung für die Umnutzung des Areals der ebenfalls für dieses
Projekt gegründeten Kantensprung AG.
Die fünf InitiantInnen Barbara Buser, Eric Honegger, Irene Wigger, Mattias Scheurer und Pascal Biedermann entwickelten im Laufe der letzten Jahre das 12‘700 m2 grosse Areal zu einem vielbesuchten Quartierzentrum. Über 70 Mieter beleben heute die sieben Hallen und
8 Bauten.
Ursprünglich bestand die Absicht, richtige Loft Wohnungen in die alten Hallen einzubauen. Die Kantensprung entschied sich jedoch nach eingehender Prüfung der Möglichkeiten, auf dem ganzen Areal keine Wohnungen zu bauen, um die Entwicklung des multifunktionalen Quartierszentrums nicht durch allfällige Ruheansprüche von Wohnenden zu behindern.
Kriterien für die Mieterauswahl waren als erstes die Relevanz für das Quartier, zweitens Integration und drittens Nachhaltigkeit. So haben das Familienzentrum und die Kinderzirkusschule, das erste hindernisfreie Backpackerhostel, die Kletterhalle, die Bibliothek, das Bio Bistro, der Quartiersaal «Querfeld», die Theaterfalle, der Französische Kindergarten, pro Natura und der WWF, ein Fitnesszentrum und die Brauerei «Unser Bier» neben vielen anderen Werkstätten, Büros und Gesundheitspraxen ihren Platz auf dem Gundeldinger Feld gefunden.
Tagsüber arbeiten etwa 200 Menschen auf dem Gundeldinger Feld, am Nachmittag kommen die Besucher der Freizeitaktivitäten dazu, die verschiedenen Restaurants, Bars und kulturellen Aktivitäten ziehen Menschen aus dem Quartier und der ganzen Stadt an.

Von Anfang an war das Gundeldinger Feld ein Pilotprojekt der 2000 Watt Gesellschaft. Mit den Mietern wurde eine Vereinbarung getroffen, die beide Seiten verpflichtet, den Energieverbrauch zu reduzieren. Jedes Jahr investiert die Kantensprung AG über 200‘000.– in Energiesparmassnahmen, um die Gebäude schrittweise zu optimieren.
Auf den Dächern wurden Photovoltaik-Anlagen installiert werden, seit
2015 hat das Gundeldinger Feld sein eigenes Solarkraftwerk. Aus dem ehemaligen Kohlespeicher, dem letzten ungenutzten Gebäude auf dem Gelände wurde ein Pilotprojekt für den Eigenverbrauch und Speicherung der vor Ort produzierten Solarenergie.
Die nötigen Umbauten und mieterspezifischen Baumassnahmen wurden mit wenigen Ausnahmen durch das baubüro in situ und Irene Wigger ausgeführt.

PROJEKT Umnutzung Maschinenfabrikareal | «Sulzer Burckhardt» | Dornacherstrasse 192 | 4053 Basel
UMNUTZUNG 2000 - 2015
BAUHERRSCHAFT Kantensprung AG
PROJEKTENTWICKLUNG Barbara Buser, Eric Honegger, Pascal Biedermann, Iren Wigger & Matthias Scheurer, Kantensprung AG
ARCHITEKTUR baubüro in situ ag | Irene Wigger, WIGGER Architekten
FLÄCHE Parzelle 12‘000 m²

Das 2015 erschienene Buch «GUNDELDINGER FELD -

eine Maschinenfabrik im Wandel» dokumentiert den Transformations-prozess der Fabrik zu einem multifunktional umgenutzen Areal.

 

Bestellen und weitere Infos::

www.denkstatt-sarl.ch


UMNUTZUNGEN AUF DEM AREAL:

BIO BISTRO
BIO BISTRO
HAUPSITZ PRO NATURA
HAUPSITZ PRO NATURA
RESTAURANT EO IPSO
RESTAURANT EO IPSO
RESTAURANT BLINDE KUH
RESTAURANT BLINDE KUH
GGG BIBLIOTHEK
GGG BIBLIOTHEK
KLETTERHALLE K7
KLETTERHALLE K7
UNSER BIER
UNSER BIER
BACK PACKER HOSTEL
BACK PACKER HOSTEL

 

Bau 1&2           Büros

Bau 3&4           Theaterfalle, Werkstätten

Bau 5&6           Büros, Schulräume, Bio bistro

Bau 7&8           Backpackerhotel

 

Halle 8             Restaurant eo ipso (mit André Rochat)

Halle 8             GGG Bibliothek

Halle 8             Querfeld

Halle 7             Restaurant blinde Kuh & sichtbar

Halle 7             Kletterhalle

Halle 4&5         Hauptsitz pro Natura

Halle 1             Brauerei Unser Bier (mit André Rochat)